Die Gegenwart der Vergangenheit. Bulgarien zehn Jahre nach dem EU-Beitritt

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Anfang der 80er wurde im Zentrum von Sofia ein monumentales Denkmal fertiggestellt, das seit dem Ende des Sozialismus die Gesellschaft spaltet. Während die einen seinen Abriss fordern, wollen die anderen es als mahnende Erinnerung bewahren. Und so fördert es sozialen Sprengstoff an die Oberfläche und zwingt die Bulgaren, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Mehr als 25 Jahre nach dem Fall des kommunistischen Regimes, zehn Jahre nach dem EU-Beitritt und drei Jahre nach den landesweiten Massenprotesten in einem der ärmsten Länder Europas sucht Bulgarien seine Identität.

SWR/WDR, 4.1.2017